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Interface and Design

Neben der inhaltlichen, didaktischen und visuellen Aufbereitung der zu transportierenden Informationen muß eine gut konzipierte Benutzerführung dazu beitragen, daß die Schwellenängste der angesprochenen Zielgruppe bei der Inanspruchnahme solcher Medienstationen minimiert oder vermieden werden. Dabei spielen Rezeptionssituation, Erscheinungsbild der Station und die Art der Bedienelemente eine ebenso große Rolle wie die Gestaltung der Bedienungsoberfläche und des Präsentationsablaufs.

Was nützt eine inhaltlich durchdachte und visuell ansprechende Multimedia-Anwendung, wenn sie die gewünschte Zielgruppe deshalb nicht erreicht, weil zu technisches, ungewohntes Aussehen, die Angst, sich vor anderen Besuchern zu blamieren oder unbekannte Bedienelemente Schwellenängste erzeugen, die verhindern, daß eine Kommunikation mit dem angebotenen Informationssystem aufgenommen wird.

Pfeile

Nichtlinearität
Einsatz von Zeichen
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der zukünftige Benutzer

Die Analyse der Zielgruppe ist die erste Voraussetzung für das Gelingen einer funktionierenden Benutzerschnittstelle, denn die Anzahl der standardisierten Bestandteile eines gemeinsamen Anteils an Wirklichkeit nimmt sehr schnell ab, je globaler die Zielgruppe beschrieben wird.

Darüberhinaus sollte der Gestalter eines Interfaces immer wieder überprüfen, ob das "Rauschen" im Kommunikationskanal (falsch verstandene Kreativität, Wahl falscher Repräsentanten usw.) nicht die eigentliche Mitteilung überdeckt und damit das Verstehen der Nachricht verhindert, mit der Folge, daß die erwünschte Kommunikation nicht zustande kommt.

 

Leserichtung  

Leserichtung

Farbbedeutung

Sehgewohnheiten

Umgang mit Zeichen

technische Kenntnisse

Computerkenntnisse

"Medienkompetenz"

Diese Regeln sind auf die Gestaltung von Bedienungselementen eines Geräts ebenso anzuwenden, wie bei der Gestaltung von Nutzeroberflächen, Lehrfilmen, Plakaten, technischen Dokumentationen und multimedialen Systemen, um nur einige Designaufgaben zu nennen, in denen die Ausformung eines Interfaces wichtig ist.
Knöpfe

3-Knopf-Bedienung für das Industriemuseum in Engelskirchen

Weitere Aspekte, die bei der Gestaltung eines 'user interfaces' reflektiert werden müssen, sind die ergonomischen Bedingungen für den Benutzer.

Inzwischen wird zwar meist bedacht, daß Geräte für den Arbeitsgebrauch an die (Hand)habung des Menschen angepaßt werden müssen. Daß ergonomische Überlegungen aber auch bei der Gestaltung von Medien, Informationen und Dienstleistungen eine große Rolle spielen, ist scheinbar noch weitgehend unbekannt. Die wenigsten Entwickler inter-aktiver Präsentationen machen sich Gedanken über Lesbarkeit, Ablaufrichtung, Betrachtungsabstand, Rezeptionssituation und Reaktionsgeschwindigkeit, um nur einige Faktoren zu nennen.

Noch seltener sind Überlegungen zum Einsatz der richtigen Ein- und Ausgabegeräte zu erkennen, denn die Schwellenangst zum Gebrauch von Maus, Trackball, Trackpad, Joystick oder ähnlichem ist auch heute noch weit verbreitet.

Nicht zuletzt wegen dieser Ängste machen Projektionen nicht nur für größere Gruppen Sinn, denn sie ermöglichen es jedem, zuzuschauen, sie fordern geradezu dazu auf.

 

 

Ablaufrichtung

Betrachtungsabstand

Rezeptionssituation

Reaktionsgeschwindigkeit

Ein- und Ausgabegeräte


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